Seminar

Ausbildung zum Systemischen Coach

Eine häufige Erkenntnis von Berater ist: „Meine Empfehlungen werden oft nicht umgesetzt. Wir behandeln immer wieder dieselben Themen und kommen nicht richtig voran ... “. Für andere Berater wiederum liegt die Herausforderung eher darin, hinreichend und rechtzeitig in die strategischen Entscheidungen ihrer Kunden einbezogen zu werden. Um anspruchsvolle Veränderungen im Unternehmen erfolgreich begleiten zu können, braucht es ein ganzheitliches Verständnis von Mensch, Betrieb und Umfeld. Es geht häufig darum, mit den Kunden bewusst am „Betriebsleitereffekt“ bzw. an der Kompetenz der Führungskräfte zu arbeiten und sich zu trauen, die damit verbundenen persönlichen Themen anzuschneiden.

Kurzinfos

Termin:
Start der neuen Ausbildung: 16. Juni 2020

Für:
Berater, Multiplikatoren mit beratender Funktion, Führungskräfte, Personaler

AHA-entra-Kooperation: Coaching für mehr Beratungserfolg

Coaching befähigt Berater, Veränderungs- und Entwicklungsprozesse sowohl auf der betrieblichen wie auch auf der persönlichen Ebene anzustoßen und zu begleiten. Dies bringt wahrnehmbaren Beratungserfolg und damit ein besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis der Dienstleistung Beratung.
Coaching-Kompetenz ist also hilfreich, um die Wirkung einer Unternehmens- oder Fachberatung zu erhöhen und Mensch und Unternehmen angemessen zu begleiten *– oft ohne, dass das „strapazierte Modewort“ Verwendung findet. Auf der anderen Seite fragen Betriebsleiter und Führungskräfte heute oft gezielt nach Coaching.
*Gerhard Oldemeinen, Coach & Ausbildungsabsolvent

Was ist das Besondere an dieser Ausbildung?

Die Coachingmethoden wurden speziell für die Landwirtschaft entwickelt – im bundesweit einmaligen Modellprojekt zur „Umstellungs- und Bettriebsentwicklungs-begleitung“ der AHA. Dabei wurden auch Coachingexperten aus anderen Branchen einbezogen. In den zwei Projektjahren (Mitte 2002-2004) wurden die ersten 20 Beraterinnen und Berater zu Coaches ausgebildet und etwa 300 Betriebsleiter/innen begleitet. Die Erfahrungen aus dieser praktischen Umsetzung sind unmittelbar in die Konzeption der Coachausbildung eingeflossen. Seither wurde die Ausbildung kontinuierlich in Anlehnung an die Teilnehmerbedürfnisse weiter entwickelt.

Teilnehmernutzen

Die Teilnehmer/innen profitieren, indem sie

  • ihr Profil schärfen und dadurch die Kundenbindung wie auch ihre Attraktivität für den Arbeitgeber erhöhen,
  • sich mit Kollegen aus unterschiedlichen Regionen und Organisationen austauschen und vernetzen,
  • ihre persönliche und unternehmerische Kompetenz weiterentwickeln,
  • zum wertvollen Impulsgeber für die eigene Organisation werden.

Das Ausbildungskonzept

  • Fünf Ausbildungsmodule à 3 Tage über ein Jahr, in denen wir den individuellen Entwicklungsprozess der Teilnehmenden begleiten.
  • und zentrale Coaching-Konzepte und -Methoden vermitteln.
  • Intensive persönliche Betreuung der Teilnehmenden durch das Trainerteam; durchgehend zwei Trainer in den Ausbildungsmodulen; Möglichkeit zu individuellen Entwicklungsgesprächen mit den Ausbildern.
  • Pilot-Coachings der Teilnehmer mit mindesten einer dokumentierten Fallstudie; Fallstudiensupervision im Rahmen der Ausbildung.
  • Kollegiale Coaching-Gruppen (peer groups), in denen die angehenden Coaches das Gelernte üben, ihre Erfahrungen aus der Praxis reflektieren  (4 Arbeitstreffen der Gruppen im Laufe der Ausbildung).
  • Optionale Aufbaumodule und Netzwerktreffen nach der Ausbildung, bei denen die Teilnehmer ihren Werkzeugkasten gezielt erweitern und sich mit anderen Coaches austauschen.

Die Termine 2020/21:

Modul 1: 16.-18. Juni 2020
Modul 2: 15.-17. September 2020
Modul 3: 24.-26. November 2020
Modul 4: 16.-18. März 2021
Modul 5: 25.-27. Mai 2021

Das zeichnet die Ausbildung aus:

  • Hohe Praxisorientierung: die Ausbilder stehen selbst seit vielen Jahren “mitten drin” im Coaching- und Beratungsgeschäft.
  • Sicherung des Lerntransfers durch intensives Üben und systematisches Arbeiten an eigenen Fällen.
  • Die Trainer unterstützen die Teilnehmer/innen auf Anfrage bei ihren ersten Coachings wie auch bei der Erstellung der Fallstudie.
  • Tool-Box mit Coachingwerkzeugen, die speziell für die landwirtschaftliche Beratung entwickelt oder angepasst wurden.
  • Intensive Begleitung und persönliches Coaching der Teilnehmenden durch Tandemtraining (durchgehend zwei Ausbilder).
  • Vernetzung & Blick über den Tellerrand durch bundesweit offenes Angebot.
  • “Dranbleiben” durch kollegiale Coachinggruppen (Peer-Groups) zwischen den Modulen und oftmals auf Eigeninitiative über die Ausbildung hinaus.
  • Jährliche Aufbauworkshops zu Spezialthemen des Coachings (optional).
  • Anerkannt für die Erlangung des europäischen Beraterzertifikats CECRA (Certificate of European Consultants in Rural Areas)

Die Ausbildungsinhalte:

Modul 1: Coachingverständnis sowie grundlegende Konzepte und Methoden
  • Kennenlernen und Abgleich der Ausbildungsziele mit den Teilnehmererwartungen
  • Grundlagen Systemisches Denken und Handeln
  • Coachingverständnis, Rolle und Haltung als Coach
  • Zusammenwirken von Fachberatung und Coaching
  • Ziel- und Auftragsklärung
  • Das Gespräch strukturieren mit dem GROW-Modell
  • Systemische Fragetechniken
  • Qualitätsmanagement beim Coaching
  • Aufsetzen der kollegialen Coaching-Gruppen
  • Kundengewinnung für die ersten Coachings
  • Persönliche Entwicklungs- und Übungsvereinbarungen
Modul 2: Coaching als Unterstützung bei der Strategieentwicklung und in Veränderungsprozessen
  • Refresher, Erkenntnisse und Erfahrungen seit Modul 1
  • Fallstudienbesprechung
  • Grundlagen des Strategischen Managements
  • Strategieberatungskonzept “Standortbestimmung”: Einführung und praktische Anwendung
  • Grundlagen des Veränderungsmanagements
  • Auslöser, äußere und innere Faktoren bei Veränderungsprozessen
  • Konzepte und Werkzeuge für die Gestaltung und Begleitung von Veränderungsprozessen
  • Mehr Wirksamkeit in der Fachberatung durch praktische Coaching-Elemente
  • Persönliche Entwicklungs- und Übungsvereinbarungen
Modul 3: Die Coach-Persönlichkeit: Wege zum wirkungsvollen Einsatz der eigenen Person
  • Refresher, Erkenntnisse und Erfahrungen seit Modul 2
  • Fallstudienbesprechung
  • Persönlichkeit und Verhalten analysieren und entwickeln mittels des persolog® – Modells
  • Weitere Konzepte und Methoden zur Persönlichkeitsentwicklung
  • Selbstreferenz als Grundlage einer erfolgreichen Coachpersönlichkeit
  • Selbst- und Fremdbild
  • Marketing von Prozessberatung bzw. Coaching
    o   Besonderheiten des Marketings von Beratung und Coaching
    o   Nutzenargumentation und griffige Erklärungen für Coaching
    o   Die richtige Marketingstrategie für meine Coaching-Angebote
  • Halbzeitevaluierung der Coachausbildung und des eigenen Lernprozesses
  • Persönliche Entwicklungs- und Übungsvereinbarungen
Modul 4: Coaching in Konfliktsituationen und Umgang mit Krisen
  • Refresher, Erkenntnisse, Erfahrungen seit Modul 3
  • Konfliktverständnis und grundlegende Konzepte der Konfliktregelung
  • Das eigene Konfliktverhalten reflektieren
  • Werkzeuge zur Beratung und Klärungshilfe in Konfliktsituationen
  • Umgang mit Krisen
    o   Erkennen von Krisensituationen
    o   Grundsätze für die Unterstützung von Menschen in Krisensituationen
    o   Umgang mit den eigenen Grenzen und Weitervermittlung von Klienten an geeignete Stellen
  • Persönliche Entwicklungs- und Übungsvereinbarungen
Modul 5: Coaching von Gruppen und Teams
  • Refresher, Erkenntnisse und Erfahrungen seit Modul 4
  • Fallstudienbesprechung
  • Grundlagen der Gruppen- und Teamdynamik
  • Konzepte und Werkzeuge für die Arbeit mit Gruppen und Teams
  • Spezifische Konzepte für die Beratung von Familienbetriebssystemen
  • Coaching-Methoden und Settings für die Anwendung in der Gruppenberatung und in Arbeitskreisen
  • Persönliche Entwicklungs- und Übungsvereinbarungen
  • Abshclussevaluierung
  • Feierlicher Ausbildungsabschluss, Zertifikatsübergabe

Die Ausbildungsabsolventen haben einen viel weiteren Blickwinkel auf alle Faktoren und Facetten einzelner Beratungssituationen.

Ruth Beverborg, Leiterin des Sachgebietes Betriebswirtschaft, LWK Niedersachsen

Ich habe das in der Coachausbildung Gelernte umgesetzt. Cool - es hat funktioniert: Empfehlung angekommen und neue Beratungskunden gewonnen.

Dr. Renate Spraul, Selbständige Beraterin zur Arbeitswirtschaft im Gartenbau; Teilnehmerin der Ausbildung 2017/18

Die Coaches nutzen ihre Chancen ganz anders, sich auch nach der Ausbildung weiter zu entwickeln.

Ruth Beverborg, Leiterin des Sachgebietes Betriebswirtschaft, LWK Niedersachsen

Für Sie  erarbeitetet: Unser Leitfaden “Coaching in der Landwirtschaft”:

Wir führen die Ausbildung gemeinsam mit entra - Unternehmensentwicklung in Kooperation mit dem Verband der Landwirtschaftskammern (VLK) durch.

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