Bäuerliche Organisationen – Selbstorganisation als Schlüssel zu einer starken Vertretung der Landwirtschaft
Länder mit einer starken, organisierten Landwirtschaft zeichnen sich durch eine wirksame Interessenvertretung aus. Das Zusammenspiel zwischen Regierung und Zivilgesellschaft ist wichtiger Bestandteil einer Demokratie. In Entwicklungs- und Schwellenländern ist die Stimme der Bäuerinnen und Bauern oft kaum zu hören, obwohl sie die größte Bevölkerungsgruppe darstellen und für die Versorgung der Menschen unentbehrlich sind.
Erleben Sie Entwicklung, Rolle und Struktur der Landwirtschaft auf dem afrikanischen Kontinent oder in Indien im Kontext der europ. Entwicklungszusammenarbeit.
Referentin: Nicole Bolomey
Die Zukunft liegt in Afrikas Jugend
Afrikas Bevölkerung ist jung. Viele junge Menschen vom Land verlassen ihre Hofstellen und ziehen mit der vagen Hoffnung auf Arbeit in die Städte. In den Dörfern verbleiben die Alten,
Innovationspotenziale werden nicht genutzt, die Landwirtschaft bleibt ertragsschwach. Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat der ugandische nationale Bauernverband den Jungbauernverband UNYFA gegründet. Mit Unterstützung der AHA hat dieser in einem mitgliedergetragenen Prozess in kurzer Zeit über 30.000 Mitglieder gewonnen. Der Vortrag zeigt anhand von Beispielen ein anderes – zukunftsorientiertes – Bild von Afrika, als man es in Europa oft antrifft, und lädt ein, darüber nachzudenken und zu diskutieren.
Referent: Jan Pusdrowski
Unternehmertum als Basis für die landwirtschaftliche Entwicklung in Afrika
Der Vortrag gibt beispielhaft Einblicke in die Lage von afrikanischen Bäuerinnen und Bauern, zeigt auf, wie sie durch unternehmerische Denk- und Verhaltensweisen ihre wirtschaftliche
Situation verändern konnten, und wie sich dies auf ihr Leben und das ihrer Familie auswirkt. Es werden mögliche Entwicklungen vorgestellt und diskutiert. Der / Die Zuhörer:in wird mit einem differenzierteren (und wahrscheinlich positiveren) Bild von Afrika nach Hause gehen.
Referentin: Nicole Bolomey