Die Herausforderungen gefährden nicht nur die finanzielle Stabilität der Kommunen, sondern auch ihre Fähigkeit, grundlegende Dienstleistungen für die Bürger:innen bereitzustellen. Im Alltag bedeuten klamme Kommunen für die Bürger:innen weniger ÖPNV, höhere Kitapreise, ausbleibende Schwimmbadsanierungen oder höhere Hundesteuern.
Für Dominik Frankenberg braucht es für den Weg raus aus der kommunalen Finanzkrise unter anderem mehrerer Dinge: eine stärkere finanzielle Autonomie der Kommunen, um freier über ihre Finanzen entscheiden zu können. Und eine Reform des Finanzausgleichs zwischen Bund, Ländern und Kommunen, die eine dauerhafte, auskömmliche Finanzierung und kommunale Handlungsfähigkeit sicherstellt.
Die Diskussion um die Kommunalfinanzen ist komplex, aber entscheidend für die Zukunft ländlicher Räume in Deutschland. Denn die Bewertung des Staates und seiner Leistung erfolgt insbesondere im täglichen Erleben vor der eigenen Haustür. Um aus der Sackgasse zu kommen, braucht es deshalb künftig eine besonders enge Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen, um die finanziellen Herausforderungen zu meistern.