Grit Körmer, Regionalmanagerin der LAG Märkische Seen, erzählte die Geschichte eines Geotourismusprojekts, das sich zunehmend in einen Papiertiger verwandelte, der letztendlich „eingeschläfert“ werden musste. Als für den Projekterfolg entscheidende Stellschraube machte sie die Vernetzung zentraler Personen aus, die für Ideen brennen und bereit sind, diese voranzutreiben. Auch eine offene Gesprächskultur zu schaffen, in der Befindlichkeiten keine Rolle spielen, hielt sie für zentral. Darüber hinaus machte sie deutlich: Im Umgang mit dem Scheitern braucht es Nachsicht: sowohl mit anderen, als auch mit sich selbst.
Barbara Schubert erzählte die aufreibende Geschichte der ostewert AG, mit der sie und ihre Mitstreiter:innen sich auf den Weg gemacht hatten, Bananenbäumen und afrikanische Welse im Cuxland zu züchten. Insbesondere eine konstruktive Streitkultur, gegenseitiges Wohlwollen und Vertrauen schaffen aus ihrer Sicht für Organisationen die Grundlage, um Fehlern zu verarbeiten und neue Schritte zu gehen.
Uleshka Asher vom Netzwerk Zukunftsorte wollte im Spreewald ein gemeinschaftliches Wohnprojekt starten, und damit einem leerstehenden Azubiheim neues Leben einhauchen. Das Projekt, in dem sie von Beginn an treibende Kraft war und das letztlich nicht realisiert wurde, bot ihr einige wertvolle Erkenntnisse: Das Hören auf das eigene Bauchgefühl, das Innehalten, Ziele reflektieren und Grenzen zu ziehen – insbesondere auch in turbulenten Momenten – gab sie den Teilnehmenden mit auf den Weg.