Schon gewusst, dass

... 72 % der Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben an strategisch-unternehmerischen Entscheidungen beteiligt sind, aber nur 35 % der Frauen in Besitz des Betriebes oder Teile seiner Flächen / Gebäude sind?
Symbolbild: Junge Frau in einem landwirtschaftlichen Betrieb (Foto: Anna Tiessen)
Symbolbild (Foto: Anna Tiessen)

Ein eher düsteres Bild zeichnet die Studie „Frauen.Leben.Landwirtschaft“ des Thünen-Instituts für Betriebswirtschaft, des Lehrstuhls für Soziologie Ländlicher Räume an der Universität Göttingen und des Deutschen LandfrauenVerbands über die Geschlechtergerechtigkeit in der Landwirtschaft.

Die Autor:innen analysieren, dass diese nach wie vor eine große Herausforderung in Deutschland darstellt. Zugangsbarrieren, veraltete Geschlechterbilder und traditionelle Vererbungspraxen lassen die Zahlen der Betriebe, die von Frauen geleitet werden bei 11 % stagnieren. Bei der vorgesehenen Hofnachfolge rangiert Deutschland im europäischen Vergleich mit 18 % auf den letzten Plätzen.

Die Realität der Verantwortung sieht jedoch anders aus: in vielfältigen Rollen auf den Betrieben sind Frauen durchaus wichtige Entscheiderinnen und Umsetzerinnen. Diese Verantwortung schlägt sich jedoch nicht in der Partizipation von Frauen an Besitztum nieder. Statistische Erhebungen zum Gender-Care und Pay Gaps in der Landwirtschaft sind zudem noch nicht erhoben worden. Rund 60 % der Befragten sind neben ihrer Tätigkeit im Betrieb zusätzlich in einem Ehrenamt tätig und wirken so als wichtige Stütze bei der Gestaltung ländlicher Räume.

Die Autor:innen der Studie schlagen auch vielfältige, strukturelle Änderungen vor, wie das Empowerment von Frauen in der Landwirtschaft und in den ländlichen Räumen diesen zukunftsfähig machen können.

Mehr Informationen zu der Studie „Frauen.Leben.Landwirtschaft“ finden Sie hier.

 

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