Von Ernterobotern, Laborfisch und Kuhsensoren

von Maren Ziebarth

Welche Trends zeichnen sich im Agrifood-Sektor ab? Wo liegen Chancen und Potenziale? Stammt das Fleisch der Zukunft aus dem Labor oder doch vom Tier? Wie kommen Gründer an frisches Geld und finden passende Finanzierungsmöglichkeiten? Um diese und weitere Fragen drehten sich im September zwei Startup Events in Berlin.
Startups, Investoren, Landwirte, Wissenschaftler: Bei der Future Agro Challenge und bei „Alles auf Start:Up“-Event in Berlin kam die Agrifood-Szene zusammen. (Bildquelle: Deutscher Bauernverband)
Startups, Investoren, Landwirte, Wissenschaftler: Bei der Future Agro Challenge und bei „Alles auf Start:Up“-Event in Berlin kam die Agrifood-Szene zusammen. (Bildquelle: Deutscher Bauernverband)

Startups und Gründungsinteressierte aus dem Agrar- und Lebensmittelsektor gibt es viele, doch nur selten finden sie zueinander. Raum geben für das Vernetzen und den Wissensaustausch von Startups und Landwirtschaft sowie zwischen Agtech & Foodtech Startups, das war Ziel der Future Agro Challenge und des Events Alles auf Start:Up! im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft in Berlin. Eingeladen hatte in der vergangenen Woche die Andreas Hermes Akademie gemeinsam mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank. f3 unterstützte als Medienpartner und war in der Jury zur Vergabe des Titels Agribusiness of the Year vertreten. Es folgten Kurzvorträge mit Erfahrungen und Standpunkten sowie Diskussionen und Impulse.

Fünf Startups, je drei Minuten Zelt, das war das Motto beim Vorentscheid der Future Agro Challenge. Die im Vorfeld aus zahlreichen Bewerbungen ausgewählten Startups präsentierten sich und ihr Konzept einer sechsköpfigen Jury. Am Ende ging das Startup Organifarms als Sieger aus der Challenge hervor und darf als deutscher Sieger beim Global Agripreneurs Summit in Athen gegen andere Startups antreten.

Die sechsköpfige Jury von links: Anne Kokenbrink (f3), Gerald Dohme (DBV), Nikola Steinbock (Rentenbank), Dr. Thomas Breuer (GIZ), Tobias Roehren-Wiemers (Borchelhof), Dominik Ewald (German Agrifood Society – nicht in der Jury), Prof. Dr. Rainer Langosch (AHA), Matthias Mehner (AHA, nicht in der Jury) (Bildquelle: Deutscher Bauernverband )
Die sechsköpfige Jury von links: Anne Kokenbrink (f3), Gerald Dohme (DBV), Nikola Steinbock (Rentenbank), Dr. Thomas Breuer (GIZ), Tobias Roehren-Wiemers (Borchelhof), Dominik Ewald (German Agrifood Society – nicht in der Jury), Prof. Dr. Rainer Langosch (AHA), Matthias Mehner (AHA, nicht in der Jury) (Bildquelle: Deutscher Bauernverband )

Organifarms entwickelt einen Roboter, der Indoor erzeugte Erdbeeren voll automatisch erntet und verkaufsfertig verpackt. Obstproduzenten zeigen bereits Interesse an der Roboterstation. Zusammen mit Partnern wird derzeit ein Prototyp für die Ernte von Erdbeeren in realer Umgebung getestet. Der Verkauf des Ernteroboters an einen Pilotkunden ist der nächste Meilenstein des Startups. Der entwickelte Roboter soll nach Angaben des Startups bald nicht mehr nur ernten, sondern auch Blüten bestäuben können sowie beim Monitoring von Pflanzenkrankheiten und bei der Pflanzenpflege völlig autonom eingesetzt werden.

Diese Startups waren dabei

  • betterECO erschließt und sichert nachgefragte sowie neue BIO-Agrarrohstoffe für europäische Unternehmen der Nahrungsmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie,
  • CENIOS hat eine neue Methode für die POCT (point of care tests) zur absoluten Quantifizierung der Analyte entwickelt,
  • muTech entwickelte ein 24/7-Monitoring-Systeme für Kühe,
  • Tracifier bietet eine Blockchain-basierte Rückverfolgungsanwendung,
  • Und Organifarms entwickelt Automatisierungstechnik für komplexe Prozesse in Vertical Farming Systemen.

Es handelt sich hierbei um einen Auzug des Artikels “Von Ernterobotern, Laborfisch und Kuhsensoren”, erschienen am 13.09.2021 und veröffentlicht durch f3 farm.food.future. Er ist hier vollständig abrufbar.

Und weiter geht´s mit den Startup Events

Denn die Welt wird bunter mit Startups. Sie sind längst keine Exoten mehr in der grünen Branche und reagieren auf Wandel und einem Bedürfnis nach Vielfalt und Innovation. Deshalb öffnen am 25. und 26. Januar die IGW Startup Days erneut ihre Tore und ermöglichen innovativen, zukunftsträchtigen Ideen die Chance auf Sichtbarkeit sowie die Gelegenheit, um einen Platz in der ersten Reihe anzutreten. Los geht`s: Die Bewerbungsfrist endet am 15. Dezember.

Die Autorin

Maren Ziebarth

Projekt- und Marketingkoordinatorin

Service

Newsletter

Mit unserem Newsletter halten wir Sie persönlich auf dem Laufenden. Wir informieren Sie über das, was besonders spannend war und ist, über das was kommt und setzen für Sie inhaltliche Akzente zu unseren Themen.