Betriebsleiter im Wandel
Die landwirtschaftlichen Unternehmen haben sich in den letzten Jahren erheblich geändert. Technische und technologische Entwicklungen, Betriebsgröße, Komplexität der Prozesse, Ansprüche aus der Gesellschaft, volatile Märkte, globale Marktnotierungen, der Umgang mit Gesetzgeber, Versicherungen, Umweltschutz, Behörden, Banken, Arbeitnehmern und nicht zuletzt die eigenen Anforderungen an Lebensqualität sind heute völlig anders als noch vor ein paar Jahren.
Wie wird ein:e Landwirt:in diesen Anforderungen gerecht, wie sollte sie/ er ausgebildet sein und wie sollte Fort- und Weiterbildung aussehen? Erfahren Sie was ein:e Landwirt:in von heute für ein professionelles Unternehmensmanagement braucht.
Referentin und Referenten: Dr. Andreas Quiring, Matthias Mehner, Charlotte Peters
Der eigene Weg zum Erfolg
Unternehmerischer Erfolg braucht auch Reflexion. Das eigene Unternehmen von außen zu betrachten, ist jedoch nicht immer einfach. Betriebsblindheit ist das größte Risiko für Unternehmer:innen. Denn dann hört man auf, sich, seine Arbeit und den Betrieb zu hinterfragen. Man hört auf, kritisch zu sein und macht selbstzufrieden weiter wie bisher.
Um eventueller Betriebsblindheit entgegen zu wirken, hilft es, Neues auszuprobieren, sich zu trauen, etwas anders zu machen als die Berufskollegen. Es geht darum, Märkte und Entwicklungen einerseits und die individuelle Unternehmensstrategie auf der anderen Seite nicht aus den Augen zu verlieren.
Wer als Unternehmer:in von Veränderungen und Entwicklungen auf den Märkten profitieren will, muss wachsam sein und darauf reagieren.
Referentin und Referent: Matthias Mehner, Conny Hanke
Kooperationen in der Landwirtschaft – Verbinden statt Vergleichen
In der Landwirtschaft sichern betriebliche Kooperationen die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit. Ob gemeinsamer Maschineneinsatz, Arbeitsteilung, Vermarktungsinitiativen oder regionale Netzwerke – wer Kräfte bündelt, senkt Kosten, stärkt die Marktposition und schafft Freiräume. Zusätzlich ermöglichen Zusammenschlüsse den Austausch von Wissen und Erfahrungen, sowie die Stärkung der Position gegenüber Handel und Politik. Zudem können sie das wirtschaftliche Risiko minimieren. Erfahren Sie, wie kluge Zusammenarbeit Betriebe entlastet, Chancen eröffnet und wie man erfolgreiche Kooperationen auf Augenhöhe gestaltet.
Referenten: Prof. Dr. Rainer Langosch, Matthias Eckhoff
Spezialisieren oder diversifizieren?
Um Einkommen in der Landwirtschaft langfristig zu sichern und zukunftsfähig zu gestalten, braucht es eine betriebliche Planung mit Weitblick.
Der Vortrag eröffnet den Blick auf verschiedene Entwicklungsperspektiven: Spezialisierung, Diversifizierung oder eine kluge Kombination aus beidem. Besonders im Fokus: die Chancen und Potenziale der Diversifizierung.
Ein praxisnaher Angebotscheck zeigt, wie nischentauglich bestehende oder neue Ideen wirklich sind. Mit Kreativität, Mut und Offenheit für neue Wege lassen sich frische Ideen in nachhaltigen Erfolg verwandeln.
Referenten: Uli Ernst, Matthias Eckhoff
Künstliche Intelligenz in der Landwirtschaft – Chancen, Herausforderungen und Perspektiven
Digitale Technologien und Künstliche Intelligenz verändern die Landwirtschaft rasant. Sensoren, Drohnen, Bildanalyse und lernende Systeme unterstützen heute Entscheidungen bei Aussaat, Düngung, Pflanzenschutz, Ernte und in der Betriebsführung. Doch wie weit kann KI den Landwirt entlasten, und wo bleiben Erfahrung, Intuition und Verantwortung unverzichtbar? Welche Kenntnisse braucht der Betriebsleiter, um diese neuen Werkzeuge sinnvoll zu nutzen?
Erfahren Sie, welche Potenziale Künstliche Intelligenz in der modernen Landwirtschaft bietet – und wo ihre Grenzen liegen.
Referentin und Referent: Conny Hanke, Matthias Eckhoff
Die Stunde des Strategen – betriebswirtschaftliche Werkzeuge, um in schwierigen Zeiten Kurs zu halten
Wir gehen dieses komplexe wie anspruchsvolle Themenfeld von drei Seiten an: Zunächst geht es darum, das eigene Unternehmen zu verstehen, Trends, die der Branche zu schaffen machen zu beschreiben und hieraus schlussendlich Folgerungen für die Führung eines landwirtschaftlichen Unternehmens abzuleiten.
Es werden die Aufgabenfelder und Wege der Unternehmensführung umrissen sowie die Form und Bedeutung der Stärken-Schwächen-Analyse und des operativen und strategischen Controllings als wichtige und wertvolle Werkzeuge mit eingeschlossen.
Referent: Prof. Dr. Rainer Langosch
Zwischen Innovation und Erbe: Die Herausforderungen der Hofübergabe
Die Hofübergabe ist ein entscheidender Moment im Leben landwirtschaftlicher Familien und zugleich ein faszinierendes Beispiel für Tradition und Wandel. Wenn eine neue Generation die Zügel übernimmt, geht es um mehr als nur den Wechsel der Verantwortung; es geht um die Zukunft des Betriebes und den Erhalt des gewachsenen Erbes und gleichzeitig darum, auf ein harmonisches Miteinander vor Ort hinzuwirken. Welche Herausforderungen und Chancen erwarten junge Landwirte, wenn sie moderne Technologien mit dem Wissen ihrer Vorfahren verbinden? Wie gestalten sie ihre eigene Vision, um den Anforderungen von Nachhaltigkeit und wirtschaftlichem Erfolg gerecht zu werden?
Referentin und Referent: Charlotte Peters, David Bermudez
Altersvorsorge für Unternehmer:innen in der Landwirtschaft
„Sich frühzeitig um die persönliche Altersvorsorge zu kümmern, ist entscheidend, um einen finanziell abgesicherten dritten Lebensabschnitt zu gewährleisten. Für Unternehmer:innen in der Landwirtschaft – mit den oftmals vielfältigen Vernetzungen zwischen Betrieb, verschiedenen Unternehmen oder auch außerlandwirtschaftlichen Aufgaben – ist es umso wichtiger, sich fachkundig mit der individuellen Altersvorsorge auseinanderzusetzen. Dabei spielen neben Themen wie Testament, Erbschaftsfolge, Ehevertrag, Gesellschaftsform im Betrieb und Alterskasse auch der private Vermögensaufbau eine entscheidende Rolle. Es ist essenziell, die verschiedenen Optionen zu (er)kennen und die eigenen Wünsche und Anliegen zu beleuchten.“
Referentin: Eva-Maria Lieven