Die dreijährige Begleitung im Rahmen des vom BMZ finanzierten Globalvorhabens „Stärkung bäuerlicher Organisationen“ (GV StäBO) verfolgte von Beginn an das Ziel UNPR-B langfristig als handlungsfähige Interessenvertretung zu stärken. Im Fokus standen daher weniger punktuelle Aktivitäten als vielmehr grundlegende Fragen der Organisationsentwicklung.
Meilensteine der Zusammenarbeit
Zu den zentralen Ergebnissen der Zusammenarbeit zählten unter anderem die Erarbeitung eines fünfjährigen Strategieplans, die Klärung von Verantwortlichkeiten innerhalb des Verbandes sowie die Durchführung eines Finanzaudits. Mit der Einrichtung eines Vermarktungskomitees wurde zudem ein wichtiger Schritt unternommen, um neue Absatzmärkte zu erschließen und die Abhängigkeit vom staatlichen Absatzmarkt zu verringern.
Wie Präsident Georges Kienou bestätigte, sei die Organisation insbesondere darin gestärkt worden, die Kommunikation zwischen nationaler und regionaler Ebene zu verbessern. Die UNPR-B sei heute besser ausgestattet – mit klareren Rollen und einer insgesamt stärkeren internen Koordination.
Nachhaltigkeit der Errungenschaften
Gleichzeitig blieb die Frage der Sicherung der erreichten Fortschritte ein zentrales Thema. Wie kann sich die UNPR-B nach dem Ende der Begleitung aus eigenen Mitteln weiterentwickeln? Insbesondere mit Blick auf neue Absatzmärkte wurde hervorgehoben, wie wichtig es sei, die Dynamik des Vermarktungskomitees aufrechtzuerhalten, um den Schritt hin zu mehr Autonomie zu ermöglichen. Ein weiterer Ansatzpunkt wurde in der Sicherstellung einer wirksamen und operativen Führung sowie in der dauerhaften Umsetzung der im Rahmen der Organisationsentwicklung erworbenen Kompetenzen gesehen – nicht zuletzt, um gezielt das Vertrauen der Mitgliederbasis zurückzugewinnen.
Der Weg zu mehr Eigenständigkeit
Die Abschlusszeremonie war damit zugleich Teil der Exit-Strategie der AHA. Ziel war es, die gemeinsame Arbeit wertschätzend abzuschließen und die UNPR-B darin zu bestärken, den eingeschlagenen Weg eigenständig weiterzugehen. Wie mehrere Partner betonten, liege es nun am Verband selbst, die entwickelten Instrumente der Organisationsentwicklung konsequent anzuwenden, weiterzuentwickeln und sich damit an die herausfordernden sicherheitspolitischen, agrarpolitischen und klimatischen Veränderungen anzupassen.
Damit verstand sich die Abschlusszeremonie weniger als Endpunkt, denn als Übergang zu mehr Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit. Denn wie auch Madame Ouedraogo, die Generalsekretärin der UNPR-B, betonte: “Der Abschluss einer Zusammenarbeit sei nicht gleichzusetzen mit ihrem Ende”.
In diesem Sinne danken wir der UNPR-B für die Zusammenarbeit und wünschen dem Verband alles Gute für den weiteren Weg.