Land. Lehren – Geschichten vom Scheitern und Weitergehen

von Louis Schlag

„Es ist schön, den Erfolg zu feiern, aber es ist wichtiger, die Lehren des Scheiterns zu beherzigen.“ Was Microsoft-Gründer Bill Gates seit Jahren als Mantra für eine neue Fehlerkultur ausgibt, nehmen wir als Anlass, um über das Scheitern im ländlichen Raum zu sprechen. Am 6. Mai bringen wir mit Bürgeraktiengesellschaften, die Welse und Bananen gezüchtet haben, unrealisierten Wohnprojekten in alten Azubiheimen und unglücklichen Initiativen für Geotourismus, echte Geschichten des Scheiterns auf die Bühne, die inspirieren und aufarbeiten, was bei ihnen schiefgelaufen ist.

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Was bedeutet Scheitern auf dem Land? Wenn jede Nachbarin und jeder Nachbar dich kennt. Wenn Entscheidungen sichtbar sind. Wenn Geschichten nicht schnell vergessen werden, sondern über Jahre – manchmal über Generationen – weitererzählt werden. Gerade in ländlichen Räumen hat Scheitern eine besondere Dimension. Wer hier gründet, Verantwortung übernimmt, einen Dorfladen aufbaut, einen CoWorking Space eröffnet oder ein Regionalentwicklungsprojekt anstößt, geht ein Risiko ein, das selten anonym bleibt.

Daher holen wir am 6. Mai 2026 ab 17:30 Uhr in Berlin, Menschen und Projekte ins Rampenlicht, die den Mut hatten, dieses Risiko einzugehen und den Schritt ins Unbekannte zu wagen:

  • Das UYUNI wollte aus einem leerstehenden Lehrlingsheim für Azubis einen neuen Zukunftsort im Spreewald schaffen. Mit Kultur, Arbeit und Wohnen sollte dort ein Projekt entstehen, das Offenheit, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft verbindet und den bestehenden Strukturen neues Leben einhaucht.
  • Mit der Ostewert AG wollten die Bewohner:innen Oberndorfs im Cuxland die eigene Schule im Dorf vor der Schließung retten. Die Idee: Die Gülle regionaler Milchviehhalter als Energiequelle für die Aufzucht afrikanischer Raubwelse und Bananenstauden nutzen und so den Erhalt der Schule mit einem nachhaltigen Unternehmen finanzieren.
  • In Ostbrandenburg gab es die Bestrebung, die lokale Geschichte des Kalkabbaus und der landschaftlichen Besonderheiten als Quelle für regionalen Geotourismus zu nutzen. Mit neuen und etablierten touristischen Angeboten, Landmarken und gemeinsamer Kommunikation sollten Touristinnen und Touristen angelockt werden, die sich für Landschaftsbildung und ihre Geschichte interessieren.

Die Projekte erzählen ihre individuellen Geschichten des Scheiterns mit Rückschlägen, Überwerfungen und Niederlagen und wie sie danach wieder aufgestanden sind. Auf der Bühne arbeiten unsere Speaker:innen auf, was bei ihnen schiefgegangen ist, wo sie falsch abgebogen sind, und teilen, was sie Menschen mitgeben würden, die gerade an derselben Weggabelung stehen.

Freut euch auf ein volles Programm mit Impulsen, Podiumsdiskussion und einem World Café das inspiriert, Mut macht und einen Beitrag zu einer offeneren Scheiter-Kultur leistet.

Alle Programmhighlights hier im Überblick:

  • Begrüßung und thematische Einführung durch Moderator Uli Ernst
  • Speaker:innen, die ihre Geschichten des Scheiterns auf unserer Bühne aufarbeiten
  • Paneldiskussion mit allen Speaker:innen
  • World-Café „Vom Scheitern zum Weitergehen“
  • Offenes Networking bei Snacks und Getränken

Wann? 6. Mai 2026, Einlass ab 17:30 Uhr, Beginn: 18:00 Uhr

Wo? DBU Digital Business University of Applied Sciences, Oranienstraße 185, 2. Hinterhof, 10999 Berlin

Eine Anmeldung ist bis zum 5. Mai 2026 unter diesem Link möglich. Die Plätze sind begrenzt und werden nach dem Windhundverfahren vergeben.

Wir freuen uns auf einen inspirierenden und lehrreichen Abend!

Das Team der Agrarsozialen Gesellschaft und Andreas Hermes Akademie

Der Autor

Louis Schlag

Referent Entwicklung Ländlicher Räume

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