Die internationalen Aktivitäten haben nicht erst 2015 begonnen. Bereits in 2006 entstand auf Nachfrage der GIZ die Idee, die in Deutschland etablierten b|u|s Unternehmertrainings für den afrikanischen Kontext weiterzuentwickeln. Gleichzeitig wurde ein nachhaltiger Pool von 496 Trainerinnen und Trainern aufgebaut, die unter anderem die bewährten b|u|s-Unternehmertrainings in mittlerweile 22 Sprachen durchführen können. Allein im Rahmen dieser Trainings wurden bislang 8.240 Landwirtinnen und Landwirte erreicht, darunter 3.358 Frauen und 1.982 junge Menschen. Durch die Verankerung der Trainings als Dienstleistung bäuerlicher Organisationen sind diese weiter aktiv. Regelmäßige Fortbildungen, Mastertrainer-Programme und internationale Austausche sichern Qualität und gemeinsame Werte. Wenn wir auf 20 Jahre internationale Zusammenarbeit zurückblicken, wird deutlich: Entwicklung entsteht nicht durch das Verteilen von Ressourcen allein. Sie entsteht, wenn Menschen befähigt werden, ihre eigenen Organisationen zu gestalten, ihre Interessen zu vertreten und wirtschaftliche Chancen zu nutzen. Gerade in einer globalisierten Welt hängt die Zukunft der Landwirtschaft nicht nur von Entscheidungen in Europa ab. Ernährungssicherheit, Klimaschutz, stabile Märkte und resiliente Wertschöpfungsketten können nur gelingen, wenn auch Bäuerinnen und Bauern in Afrika, Indien und anderen Regionen starke Akteure ihrer eigenen Entwicklung sind.
Wer Landwirtschaft stärken will, muss Menschen stärken. Wer Ernährungssysteme zukunftsfähig machen will, muss Organisationen stärken. Die vergangenen 20 Jahre haben gezeigt, dass dieser Weg wirkt. Die Geschichten unserer Partnerorganisationen, Trainer:innen und Führungskräfte belegen, was möglich wird, wenn Menschen Verantwortung übernehmen und voneinander lernen.
Darauf können wir gemeinsam stolz sein. Und darauf wollen wir auch in Zukunft aufbauen.