YLIP ist kein klassisches „9 to 5 Seminar“ sondern auch an den Abenden arbeiten die Teilnehmenden zusammen und lernen etwas aus den unterschiedlichen Kulturen der anderen kennen. Auch das Trainerteam um Uli Ernst und Jan Pusdrowski brachten deutsche Geschichte, Landwirtschaft und selbst gekelterten Wein vom eigenen Betrieb mit, während die Teilnehmenden aus Simbabwe, Eswatini, Lesotho und Madagaskar mit Musik, Trachten und ebenfalls kulinarischen Kostproben ihre Heimat vorstellten.
Aus alldem entstand mehr als nur ein volles Programm: Der Jahrgang 2026 erarbeitete eine gemeinsame Vision – den Aufbau einer Jugendorganisation in jedem nationalen Bauernverband der Region, mit klarem Fahrplan von der Gründung erster Strukturen bis zu regelmäßigen Capacity-Building-Workshops binnen eines Jahres. Unter dem selbst gewählten Motto „United minds, innovative growth, shared success” verließen die Teilnehmenden Johannesburg nicht nur mit neuem Wissen, sondern mit einem gemeinsamen Auftrag.
Wie ernst es den Alumni damit ist, zeigt sich längst über den Seminarraum hinaus – in den Verbänden und Betrieben, in denen sie ihre neuen Kompetenzen einsetzen. Vier aktuelle Beispiele stehen stellvertretend dafür:
- Thabita Kasongo (YLIP 2025) wurde in Malawi beim 2026 National Youth Summit mit dem „2026 Youth Impact Award” in der Kategorie Entrepreneurship & Economic Empowerment ausgezeichnet
- Bandile Marime (YLIP 2026) wurde in den Vorstand der Eswatini National Agricultural Union (ESNAU) gewählt und übernimmt dort künftig den Posten des Director of Finance.
- Mutinta Handoondo (YLIP 2026) vertritt Sambia beim African Regional Agroecological Youth Summit in Uganda
- Sibusiso Mncina (YLIP 2025) wurde in Eswatini Runner-up beim Agroecology Entrepreneur Award der PELUM Association
Vier unterschiedliche Wege, ein gemeinsamer Nenner: YLIP-Alumni übernehmen Verantwortung – in der Vorstandsarbeit ihrer Verbände, als Unternehmer:innen, als Stimme ihres Landes auf internationaler Bühne und als anerkannte Vorbilder für andere junge Menschen im Agrarsektor. Mit nun 100 Absolventinnen und Absolventen wächst dieses Netzwerk kontinuierlich weiter – und mit ihm die Zahl der Menschen, die die Zukunft der Landwirtschaft im südlichen Afrika aktiv mitgestalten.