Sechs Bauernorganisationen, ein Wandel und eine Mission

von Thorben Persch

Märkte brechen ein, Preise schnellen nach oben oder stürzen in den Abgrund, Waren stecken fest – Paul Zakariya weist eindringlich auf aktuelle Probleme in der Landwirtschaft hin. Trotz des digitalen Austragungsortes spürt jeder und jede die Zustimmung der anderen Teilnehmenden. Zusammen mit dem Verbandspräsidenten und der Jugendvertreterin vertritt Paul Zakariya die Zimbabwe Farmers‘ Union (ZFU) im Projekt „Transitional Agriculture“. Neben ZFU nehmen die nationalen Bauernverbände aus Malawi, Deutschland, Ghana, Russland und Ruanda teil. Im Mai und Juni trafen sich diese zu den ersten Seminaren des Projektes.
Konferenz mal anders: Teilnahme aus dem Büro oder von Zuhause
Konferenz mal anders: Teilnahme aus dem Büro oder von Zuhause

Ursprünglich sollten sich die sechs Organisationen zusammen mit dem Weltbauernverband auf gemeinsamen Konferenzen treffen und über den Wandel in der Landwirtschaft diskutieren. Von der Realität eingeholt wurde der Austragungsort ins digitale übertragen und anstatt einer Konferenz wurde drei Seminare abgehalten. Trotz dessen blieben die Inhalte im Fokus.

„Im Projekt geht es nicht um den bloßen Austausch von Willensbekundungen und politischen Statements“, stellt Julia Fendel klar, leitende Programm Managerin von AgrarKontakte International (AKI) e.V. , der Durchführungsorganisation des Projektes, „vielmehr geht es um die Institutionalisierung eines internationalen Fachaustausches!“ Aus diesem Grund ist das Projekt auf drei Jahre ausgelegt und die Teilnehmenden bearbeiten konkrete Themen, wie Marketing und Logistik. Maria Gerster-Bentaya, Moderatorin bei Transitional Agriculture, blickt zurück: „Die Unterschiedlichkeit war ein besonderer Reiz. Gleich zu Beginn bemerkten wir die verschiedenen Schwerpunkte in den Organisationen seit der COVID-19 Pandemie. So vermittelt AKKOR in Russland zum Beispiel zwischen Landwirten und Supermärkten, während NASFAM in Malawi ihre Mitglieder im Bereich der Lagerung unterstützt.“

Diese Unterschiedlichkeit hat einen großen Mehrwert, so profitieren die Teilnehmenden z. B. von den Erfahrungen anderer. Die akutellen Seminare und behandeln das Thema Capacity Development. Welche Ergebnisse werden die sechs Bauernorganisation wohl dort ans Licht bringen?

Der Autor

Thorben Persch

Programme Manager international

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